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Die japanische Akupunktur entwickelte sich auf einem ausgesprochen hohen Niveau an Komplexität, denn sie war und ist ein Beruf, der zum großen Teil von Blinden ausgeübt wurde bzw. wird. Das Abtasten der Bauchdecke und anderer Reflexzonen spielt eine große Rolle. Zur Behandlung werden die  Akupunkturpunkte ausgewählt, die die Schmerzhaftigkeit der zur Diagnose herangezogenen Reflexpunkte verringern. So lässt sich die Effektivität der Diagnose und Behandlung augenblicklich feststellen. Es wird grundsätzlich eine flache und nahezu schmerzfreie Nadelung verwendet. Tieferliegende Ungleichgewichte, die oft der Grund der symptomatischen Beschwerden der Patienten sind, werden bei der Behandlung berücksichtigt, so dass eine vollständige und nachhaltige Heilung unterstützt wird. Die Lehren dieses Systems entstammen direkt der Erfahrung einiger von Japans besten Akupunkteuren, insbesondere Kiiko Matsumoto und Master Nagano.


Ergänzend zu schulmedizinischen Maßnahmen wie der chirurgischen Entfernung solider Tumore, der chemotherapeutischen und/oder Bestrahlungstherapien gibt es in meiner Naturheilpraxis begleitende medikamentöse Maßnahmen.

Ziel ist eine günstigere Verträglichkeit von Chemo- und Schmerztherapie, die Besserung der Lebensqualität, sowie eine Rezidivprophylaxe.

Die Rezidivprophylaxe ist sehr eng an die Immunlage des Patienten geknüpft. Ein medikamentöses Ziel ist es, die spezifische natürliche Killerzell-Aktivität (NK-Zell-Aktivität) zu stimulieren. NK-Zellen erkennen und vernichten Krebszellen. Ich lasse durch das Labor Ganzimmun überprüfen, welche der häufig eingesetzten Immunstimulanzien (Milz- und Thymuspeptide, Mistelpräparate, orthomolekulare Präparate (Vitamine, Mineralstoffe), u.a.) die NK-Zell-Aktivität erhöhen können. So wird für jeden Patienten individuell ein geeignetes Arzneimittel gefunden.


Das Baunscheidtieren ist ein ausleitendes Heilverfahren, mit dessen Hilfe es zu einer Verbesserung der Durchblutung und zur Ausscheidung von Giftstoffen über die Haut kommt.
Entwickelt wurde die Methode von Carl Baunscheidt (1809 - 1873) in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Mechanikermeister litt an Rheuma und beobachtete, dass die rheumatischen Schmerzen verschwanden, als er eines Tages von mehreren Mücken gleichzeitig in die Hand gestochen wurde. Er entwickelte ein Gerät, das „künstliche Mückenstiche“ auf der Haut erzeugte. Auf einem sterilisierbaren Metallkopf befinden sich ca. 20-30 Nadeln, mit denen die Haut so oberflächlich angeritzt wird, dass kein Blut austritt. Anschließend werden die gestichelten Hautpartien mit einem speziellen Öl eingerieben.
Es entstehen Hautreizquaddeln und lokale Reizödeme. Nach dem Auftragen des Öls können ein leichtes Brennen und etwas Juckreiz auftreten, welche aber nach relativ kurzer Zeit in ein angenehmes Wärmegefühl übergehen. Die Rötung der Haut und die Bildung von Hautquaddeln können je nach Hautbeschaffenheit über mehrere Stunden anhalten.
Der verbesserte Lymphabfluss und die sehr verstärkte Durchblutung des behandelten Hautbezirkes führen zur Linderung von Schmerzen. Im Weiteren kommt es zu einer Reizung der Hautnerven mit Übertragung dieses Reizes auf die Rezeptoren des Rückenmarks und weiter auf die reflektorisch gekoppelten Organe.
Anwendungsgebiete für das Baunscheidtieren sind vor allem: Arthrose, Rückenleiden, Infektanfalligkeit und funktionelle Magen-Darm-Beschwerden.


Die Blutegeltherapie ist ein jahrtausende altes Heilverfahren. Der Blutegel wird eingesetzt bei Problemstellungen wie Krampfadern, Arthrose oder Tinnitus.
Die ersten Aufzeichnungen über den Einsatz von Blutegeln findet man bereits im 2. Jahrhundert vor Christi bei dem Griechen Nikander von Kolophon, der den Blutegel  vor allem zur Behandlung von giftigen Bißstellen verwendet hat.
Zur Verwendung kommen in meiner Praxis nur Blutegel aus speziellen Blutegel-Farmen.  Sie werden grundsätzlich nur ein einziges Mal am Patienten angesetzt.
Wenn der Blutegel angesetzt wurde und schließlich angebissen hat (es braucht etwas Geduld) saugt er ca. 5-10 ml Blut. Er benötigt dafür 30-120 Minuten. Die Nachblutungszeit beträgt ca. 12-16 h, bei der nochmals ca. 50-100 ml Blut abfließen.
Der bekannteste Wirkstoff des Blutegels ist das Hirudin, das die Gerinnung blockiert. Ein weiterer Wirkstoff ist entzündungshemmend.